Holli & no:no
Doors: 19:00
Start: 20:30
Holli hat keine Angst vor der emotionalen Blöße, singt über sich selbst, über Dinge, Probleme,
Zustände, die andere vielleicht lieber mit ironischer Distanz kaschieren. Die Texte des
Künstlers handeln von den großen Themen des Lebens, die derart nackt präsentiert werden,
dass die Songs beinahe Tagebuchcharakter annehmen, wobei auf aufdringliche Weisheiten
oder kategorische Tristesse verzichtet wird und stets die Hoffnung bestehen bleibt. Der
ruhige Singer-Songwriter Charakter Hollis Musik trifft in seinen Liedern mitunter auf
Gitarren-Noise, wuchtige Bläsern und dichte Synthklänge.
no:no macht Musik für Regentage und melancholische Zugfahrten: sanft, moody, ehrlich und
nah. Sie singt vom Loslassen und Sein, vom Wachsen und Werden und will Wahrhaftigkeit
statt Perfektion. Es geht ums Spüren der großen und kleinen Gefühle und um das Zulassen
und Akzeptieren von allem was da ist. Klanglich verbindet sie emotionales Songwriting mit
elektronischen und experimentellen Elementen, die sie selbst als „tiny weird bits“ bezeichnet.
Zu ihren Inspirationsquellen zählen Künstler:innen wie Bon Iver, Half Waif, Saya Gray und
Rosie Lowe. Die Songs ihrer selbst produzierten Debut-EP, „body memories“, bezeichnet
no:no treffend auch als „collection of feelings“. Die Musik darauf lässt sich dem
Alternative/Indie Pop zuordnen, mit elektronischen Elementen, sowie Einflüssen aus Soul
und Jazz in den Harmonien und Melodien. Ihr aktueller Release „this is the last time I’ll write
about you“, produziert mit Tobias Koett, markiert den Beginn eines neu erwachten
künstlerischen Schaffensdrangs, der sich momentan im Schreiben eines Albums entfaltet.
Solo begleitet sich no:no am Klavier und erschafft mithilfe von Vocoder und Vocal Effects eine
abwechslungsreiche, intime, manchmal auch fragile Klangwelt. Unterstützt von ihrer
Liveband (Mira Perusich – Klavier,Luca Weigl – Bass, Julian Berann – Drums, Matthias
Zeindlhofer – Horns) gewinnen die Songs an Kraft und Dynamik. Jeder Song ist ein tiefes
Eintauchen in die Gefühlswelt der Texte. In beiden Settings entsteht eine fragile und zugleich
intensive Nähe, eine Atmosphäre, die dazu einlädt, nach innen zu lauschen und sich beim
Zuhören vielleicht auch ein bisschen selbst zu begegnen.